Schlagwort: Wirtschaftethik

  • Input: Wirtschaft – eine Arbeitsdefinition

    Seit Jahren suche ich nach einer brauchbaren Arbeitsdiskussion für den Begriff der Wirtschaft. Sowell bietet eine akzeptable, holistische Darstellung (in Basic Economics, Kapitel 1): Er geht über die Güterverteilung für das Individuum im Alltag hinaus. Ebenso geht es nicht um die individuelle Fähigkeit Geld zu erwirtschaften oder ein Business zu betreiben. Es geht nicht um Meinungen…

  • Input: HR – meistgehasste Abteilung in vielen Firmen

    Ich war als Personal- und Führungskräfteentwickler über Jahre dem HR angehängt. Was in den letzten Tagen Schlagzeilen produzierte, kann ich aus den Erfahrungen der letzten 25 Jahren durchaus bestätigen: Statt das Leben der Mitarbeitenden zu erleichtern, erschwert sie es meist. Unter Zynikerinnen und Zyniker hat das Kürzel HR deshalb längst eine andere Bedeutung erhalten: es…

  • Zitat der Woche: Warum eine „Modeethik“ uns in Bezug auf Technologie zum Verhängnis wird

    Sehr hilfreiche Überlegungen zum aktuellen ethischen Konsens: In unserem digitalen Zeitalter tauscht die Gesellschaft Überzeugung und eine fundierte Ethik gegen das ein, was ich als „Modeethik“ bezeichne: eine Ethik, die sich danach richtet, was beliebt ist oder was andere beeindrucken könnte. Wir vertreten ethische Standpunkte auf der Grundlage dessen, was uns in die „In-Crowd“ bringen…

  • Kolumne: Das Elend einer tiefen Arbeitsmoral

    Man stelle sich vor: Einen Handwerker, missmutig, unmotiviert, Hirn und Hände beeinträchtigt durch jahr(zehnte)langen übermässigen Alkohol- und/oder Marihuanakonsum; ohne Berufsstolz („das wichtigste ist, möglichst schnell in den Feierabend zu gehen“); wenn es eine Schwierigkeit gibt, wird ohne Zögern der Weg des geringsten Widerstands gewählt; wenn der Kunde es bemerkt, kann man ja immer noch reagieren.…

  • Zitat der Woche: Die Ökonomie ist ein Glaube wie jeder andere

    (D)ie Ökonomie ist ein Glaube wie jeder andere. Meiner Ansicht nach besteht eine der grössten Lästerungen der Moderne in der Überzeugung, dass es etwas gäbe, das nicht auf einem Glauben beruhen würde. Dass es etwas gäbe, das völlig real, wahrhaft, absolut neutral, wissenschaftlich sei; etwas, das überhaupt nicht mit einem Glauben in Verbindung gebracht werden…

  • Buchbesprechung: Gott und Mensch in Yale

    William F. Buckley Jr. God and Man in Yale. Regnery/Gateway: Washington, 2002. 300 Seiten. Euro 15,90. Der Leseanlass war ein ganz besonderer: Ich bekam das Buch von meinen Freunden geschenkt. Auf Anhieb war ich von der Titelskizze angesprochen. Ebenso war ich neugierig, etwas von der Atmosphäre Yales‘ zu erfahren. Drittens gehört das Gebiet „Glaube und…

  • Aus den Medien: Frisch gebackene Eltern, Privatunterricht im Aargau, Ökonomie und Wahrheit

    Frisch gebackene Eltern auf Tauchstation Frisch gebackene Eltern gehen auf Tauchstation. Sie sind absorbiert durch die neue Situation. Hier geht es zum Artikel. Bevor ich selbst Mutter wurde, hatte ich ein paar ziemlich enge Freunde, die ich nach der Geburt ihrer ersten Kinder nie wirklich wiedersah. Ich versuchte es immer mal wieder mit Anrufen und…

  • Sind Christen unnütz für das geschäftliche Leben?

    Tertullian schreibt in seiner Verteidigungsschrift des Christentums „Apologeticum“ um 198 n. Chr. (42. Abschnitt): Wir werden aber auch noch auf einen anderen Titel hin der widerrechtlichen Schädigung angeklagt: man sagt, wir seien unnütz für das geschäftliche Leben. Wie? Leute, die mit euch zusammenleben, Leute von derselben Lebensweise, Kleidung, Einrichtung und denselben Bedürfnissen des Lebens? Wir…

  • Mittelstand findet sich oft an der Grenze zur Unterschicht

    Der Tages-Anzeiger berichtete über eine Studie zur sinkenden Kaufkraft des Mittelstands. Eine involvierte Professorin erklärt, «dass ein meistens von der Zweitverdienerin der Familie erarbeiteter zusätzlicher Franken effektiv mit 70 Prozent und mehr besteuert wird, weil Krippenplätze mit höherem Einkommen teurer werden», wie sie kürzlich in Interviews mit«Tages-Anzeiger» und «Berner Zeitung» erklärte. Zusätzlich könnten schlagartig Prämienverbilligungen für die Krankenkasse,…

  • Ökonominnen setzen andere wirtschaftspolitische Akzente

    Eine US-amerikanische Umfrage brachte zu Tage, dass Ökonominnen andere Akzente in der Wirtschaftpolitik setzen: So glauben die Ökonominnen im Vergleich zu ihren männlichen Kollegen weniger eindeutig an die Vorteile von Marktlösungen, sie betrachten die Rolle des Staats weniger skeptisch, sie votieren eher für zusätzliche Umverteilung von oben nach unten und sprechen sich eher für höhere…