Schlagwort: Viktor E. Frankl
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Zitat der Woche: Zeitzeugen vs. Erklärungsmodell
Ein Problem der Geschichtsschreibung anschaulich erklärt: Wir leben in einer Zeit, in der die meisten der während der NS-Zeit erwachsenen Zeitzeugen nicht mehr leben oder aufgrund ihres fortgeschrittenen Alters für Befragungen kaum mehr zur Verfügung stehen. Mit dem Abnehmen dieser direkten Zeugenaussagen scheint es, als ob die Holocaustforschung sozusagen in eine neue Phase gekommen ist:…
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Zitat der Woche: Eingebildet, man könne dies oder jenes nicht tun
In einer Reprise von Frankes Jahrhundertwerk „Trotzdem Ja zum Leben sagen – ein Psychologe erlebt das Konzentrationslager“ (S. 36f): Der Mediziner unter ihnen lernt vor allem eines: die Lehrbücher lügen! Irgendwo hieß es einmal, der Mensch könne es ohne Schlaf nicht länger als soundso viel Stunden aushalten. Ganz falsch! Selber hatte man sich immer eingebildet,…
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Kolumne: Ich muss mir von mir selbst nicht alles gefallen lassen
Diese Aussage stammt von Viktor F. Frankl (1905-1997). Ich empfehle Trotzdem Ja zum Leben sagen: Ein Psychologe erlebt das Konzentrationslager (1946), Der Mensch auf der Suche nach dem Sinn: Auswahl aus dem Gesamtwerk, dann auch seine Habilitation in Philosophie Der unbewusste Gott: Psychotherapie und Religion (1948) sowie sein bereits vor der Lagerhaft geschriebenes und in der Endphase der Haft skizzenhaftes…
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Lektionen aus der Lektüre von Gefangenenliteratur (6): Knapper Raum
Es liest sich nicht angenehm, wie Frankl seine Schlafgelegenheit beschrieb (am Anfang seines Buches „Trotzdem Ja zum Leben sagen“). Dutzende, ja Hunderte von ausgehungerten Männern mussten auf engstem Raum zusammengepfercht schlafen. Nicht einmal richtig ausstrecken konnten sie sich. Irgendwie rollte Frankl sich zusammen und spürte den kalten Atem des Nächsten. Und es liess sich –…
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Längle über Viktor E. Frankl
Ein Freund hat mich auf das Interview von Alfred Längle, einem langjährigen Weggefährten Frankls, aufmerksam gemacht. Frankl hatte mit Längle gebrochen, worüber dieser sich auch im Interview äussert. Ob Frankl ein Freund des Risikos gewesen sei, wollte die Interviewerin wissen. Längle: Frankl war sehr ängstlich, mit einem Zug zum Zwänglerischen. Um seine Höhenangst zu überwinden,…
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Viktor E. Frankl und die Zentralität der Sinnfrage
In den letzten zwei Jahren habe ich mich intensiv mit Viktor E. Frankl (1905-1997) auseinandergesetzt. Frankl gehört zu den prägendsten Figuren der Psychologie des 20. Jahrhunderts. Seine wegweisenden Perspektiven sind eng mit seiner Biographie verknüpft. Die Beschäftigung führte mich zu folgender Schlussfolgerung: Frankl trifft mit der Sinnfrage den Nerv des menschlichen Lebens, weil sich der…
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Über das Sinnvakuum der modernen Überflussgesellschaft
Viktor E. Frankl, (1905-1997), prägende Figur der Psychologie des 20. Jahrhunderts, beschreibt mit Präzision das Sinn-Vakuum der modernen Überflussgesellschaft, das sich in einem Langeweilegefühl manifestiert. Dabei greift er auf empirische Ergebnisse zurück. Das Problem akzentuiere sich unter jungen Erwachsenen, Arbeitslosen und Pensionierten. Alkohol- und Drogenmissbrauch sieht er als Versuch an, „ein solches Glücksgefühl unter Umgehung…
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Nur Opfer?
Der Psychologe Viktor E. Frankl (1905 – 1997) schreibt mit Seitenblick auf die Behaviouristen: Der Mensch wird unter Umständen wie ein Wesen hingestellt, das ein geschlossenes System ist, innerhalb dessen es nur Ursachen und Wirkungen gibt, und zwar in Form von bedingten und unbedingten Reflexen, conditioning processes und Reaktionen auf Reize. Seine eigene Erfahrung aus…