Schlagwort: Sünde

  • Buchhinweis: Versuchung erkennen und überwinden

    John Owens Klassiker Overcoming Sin and Temptation befasst sich konkret und hilfreich mit Prävention vor Versuchung: „In die Versuchung eintreten“ – Kennzeichen Gebotene Gegenmittel Jesu („Wacht und betet“, Mt 26,41) Macht und Tücke der Versuchung Pflicht zur aktiven Vermeidung Besondere Gefahren öffentlicher Versuchungen Praktische Selbstprüfung vor jeder Versuchung Kennzeichen dafür, dass jemand in eine Versuchung…

  • Buchhinweis: Studie zum Pelagianischen Konflikt

    Ron Kubsch hat kürzlich auf die neue Augustinus-Studie „Inimici gratiae Dei – Augustinus’ Konstruktion des Pelagianismus und die Entwicklung seiner Gnadenlehre nach 418“ hingewiesen. Ich habe mir den Schunken zum überblicksmässigen Lesen und Analyse vorgenommen. Das Kernstück umfasst eine sorgfältige Analyse der Schwellenschrift „Contra epistulas Pelagianorum“ (418 n. Chr.). Das Ziel des Werks ist die…

  • Input: Augustinus und die Orginialsünde

    Eine ganz ordentliche Zusammenfassung von Augustinus‘ Lehre der Original-/Ursprungssünde (in: Charles Mathewes, Books That Matter: The City of God, S. 314-327) Der Ausgangspunkt: Universalität und Verdrängung des Todes Zeitgenössische Deutungen von „Leben im Tod“ Theologische Grundannahmen Augustins Der Sündenfall als inneres Ereignis Konkrete Folgen für Mensch und Welt (eigene Zustimmung v. a. zu Punkt 1)…

  • Zitat der Woche: Augustinus und sündige Gewohnheiten

    Augustinus hat in mehreren seiner Werke ausführlich über die Bildung und Macht sündiger Gewohnheiten nachgedacht. Insbesondere in den Confessiones (Bekenntnisse) und De libero arbitrio (Vom freien Willen) findet sich eine detaillierte Auseinandersetzung mit diesem Thema. Die zentrale Passage, in der Augustinus in den Confessiones über die „Gewohnheit, die zur Notwendigkeit wird“ spricht, findet sich in Buch 8, Kapitel 5. Hier beschreibt er…

  • Zitat der Woche: Augustinus über den Stolz als Ursünde

    Kirchenvater Augustinus betonte, dass Stolz den Fall des Menschen auslöste. Hier sind eine Reihe von Belegen:

  • Zitat: Der Anfang des bösen Willens

    Nur dadurch, daß ein böser Wille vorherging, kam es zur bösen Tat. Der Anfang des bösen Willens aber liegt im Hochmut und nirgends anderswo. … Das geschieht, wenn der Geist ein übergroßes Wohlgefallen an sich selbst findet. Und ein solches Wohlgefallen ist dann vorhanden, wenn der Geist sich abkehrt von jenem unwandelbaren Gute, das ihm mehr…

  • Input: Organische Anthropologie – die gemeinschaftliche Dimension der Imago Dei

    Nathaniel Gray Sutanto zur theologischen Bedeutung eines gemeinschaftlichen (korporativen) Verständnisses der Imago Dei (hier): Erstens: Da kein menschliches Individuum das Ebenbild Gottes vollständig zum Ausdruck bringen kann, haben menschliche Berufung und Verantwortung notwendigerweise eine gemeinsame Dimension. Im Gegensatz zu dem Individualismus, der unsere heutige Welt durchdringt – wie er in unserer Besessenheit von sozialen Medien…

  • Input: Vergeben – was es ist und was es nicht ist

    John Piper antwortet auf die Frage über Vergeben innerhalb der Familie. Zunächst korrigiert er einige Irrtümer um das Vergeben: Vergebung bedeutet nicht, so zu denken, zu sagen oder zu handeln, als ob kein großes Unrecht geschehen wäre. Vergebung bedeutet nicht, eine wunderbare Beziehung wiederherzustellen. Vergebung bedeutet nicht, dass das Vertrauen sofort wiederhergestellt ist. Vergebung kann…

  • Input: Wie ich als Führungskraft Gerüchte trockenlegen kann

    Ich habe mir Gedanken über den Umgang mit Gerüchten in Unternehmen gemacht. Thomas Schirrmacher redet vom „Trockenlegen“, was ich für eine ungemein passende Metapher halte. Gerüchte „trocknen“ am besten a) im Direktkontakt mit dem Verbreiter und/oder den Betroffenen und b) in der Luft der Realität. Selbstführung Mentale Distanz – das Eisen schmieden, wenn es kalt…

  • Zitat der Woche: Ich trage die Kette, die ich während meines Lebens geschmiedet habe

    Am Anfang des Klassikers «Grosse Erwartungen» von Charles Dickens (1861) berichtet der Autor von einer Begegnung des Waisenjungen Pip mit einem unheimlichen Gefesselten beim Familiengrab auf dem Friedhof. Der Fremde verlangt Lebensmittel und eine Feile für seine Fesseln. Ich zitiere aus den online verfügbaren Ausgabe: (Kapitel 1) »Du wirst mir morgen in aller Frühe die Feile und die…