Schlagwort: Religionssoziologie
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Zitat der Woche: Das Volk der vierten Welt
Der Soziologe Philipp Rieff (1922-2006), der über Freud promovierte, kurz darauf ein weiteres Werk „The Triumph of the Therapeutic: Uses of Faith After Freud“ und über drei Jahrzehnte später eine umfassende dreiteilige Kulturkritik herausbrachte, beschrieb die kulturelle Entwicklung als Abfolge dreier Welten. Einer polytheistischen, auf Zauberer und Taboos basierenden Welt folgte eine monotheistische, auf göttlicher…
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Input: Dreierlei Unbehagen an der Moderne
Charles Taylor (* 1939), kanadischer Religionssoziologe, fasst das Unbehagen in drei Dimensionen zusammen (in „Das Unbehagen an der Moderne“, Suhrkamp 2020, 11. Auflage): Unbehagen: Merkmale unserer heutigen Kultur und Gesellschaft, die trotz aller Entwicklungen unserer Zivilisation als Verlust oder Niedergang erlebt werden. Unbehagen Nr. 1 Individualismus: Menschen haben das Recht, „ihr eigenes Lebensmuster selbständig zu…
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Input: Ist die neue Generation noch fähig stabile Familien zu gründen?
Rod Dreher im Gespräch mit Albert Mohler: Vor ein paar Jahren habe ich an einem konservativen evangelikalen College einen Vortrag gehalten. … Vor der Rede aß ich mit einigen Professoren zu Abend, und ich fragte sie: „Was halten Sie von den Studenten auf dem Campus?“ Und einer der Professoren sagte: „Meine größte Sorge für sie…
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Hanniel hirnt (287): Gesellschaftliche Neukonstruktion
Ich reflektiere Carl Truemans neues Buch „The Rise and Triumph of the Modern Self“ (bisher: Folge I, Folge II). In Folge III (18 Minuten) geht es um mehrere prägende Begriffe für die Begründung der Verschiebung des gesellschaftlichen Denkklimas: Philip Rieffs Modell der drei Welten: Welt I & II mit sakralen Ordnungen; Welt III mit rein immanenter Ordnung Alasdair…
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Zitat der Woche: Im Islam leidet Gott nie für uns
Bücher zum Islam gehören zu meiner regelmässigen Lektüre – auch in diesem Sommer. Der Bericht von Ahmed Ali Haile in „Teatime in Mogadishu: My Journey as a Peace Ambassador in the World of Islam“ hat mich sehr gestärkt. Ich empfehle das Buch, auf das ich über D. A. Carsons Artikel „The Message of Islam vs.…
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Zitat der Woche: Kant öffentlich und privat
Die Welt war kalt, und es gab keine Hoffnung – nicht für Kant, und vielleicht für keinen von uns. Scheffner wusste nur zu gut, dass Kant davon überzeugt gewesen war, nach dem Tode sei nichts zu erwarten. Mochte er auch in seiner Philosophie die Hoffnung auf ein ewiges Leben und eine künftige Existenz hochgehalten haben,…
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Kolumne: Sein wie die anderen – zur Langzeitschädigung fromm Sozialisierter
In diesem Beitrag thematisiere ich ein «Muster», das sich im theologisch konservativen «Milieu» eher entfalten kann als in einem kulturell aufgeschlossenen. In einem solchen Familien- und Gemeindeumfeld prägt sich von früh auf ein Muster der Rückzugsmentalität aus. Ohne Worte wird die Botschaft vermittelt: «Wir sind die Guten, draussen leben die Bösen.» Diese (teilweise) Abschottung entwickelt…
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Hanniel hirnt (65-71): Die 68er Kulturrevolution
Im Lehrberuf oder im sozialen Bereich aktiv? Dann hast du dich bestimmt schon mit der Frankfurter Schule auseinandergesetzt. In der Regel geschah dies leider kaum direkt, sondern oft indirekt. Viele Lehrende haben ihr Gedankengut inhaliert und verinnerlicht. Sie werden ärgerlich und intolerant, wenn es in Frage gestellt wird. Hier geht es zu einer anspruchsvollen Podcast-Serie…
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Zitat der Woche: Die grösste Herausforderung für die Kirche im Westen
Os Guinness, Religionssoziologe und Kulturkritiker, spricht in seinem Buch „Impossible People: Christian Courage and the Struggle for the Soul of Civilization“ aktuell von der grössten Herausforderung, welcher die Kirche im Westen je ausgesetzt war. Wenn jemand den meisten Kirchgemeinden im Westen erzählen würde, dass der Kirche die grösste Herausforderung bevorsteht, die sie je gesehen hat,…
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Hanniel hirnt (22): 68er Folgegenerationen
Was beobachte ich für die Folgegenerationen v. a. der 1980er und 90er Jahre? Dies beschreibe ich – nach Worten ringend – in der 22. Folge von „Hanniel hirnt“. Sie übernahmen von ihren Eltern die beiden Götzen Wohlstand und Sicherheit. Es geht ihnen nach wie vor darum, möglichst viel Wohlstand zu generieren und nicht gestört zu…