Schlagwort: R. J. Rushdoony

  • Lektüre mit KI: Eine Analyse der Reconstruction Bewegung im Nordosten der USA

    Rousas J. Rushdoony ist eine schillernde Figur in der sogenannten Christian Reconstructionism-Bewegung. Es sei gleich zu Beginn gemerkt: Ich kann dieser Bewegung theologisch in mancher Hinsicht nicht folgen (Postmillenialismus, politische Theologie). Umso interessierter war ich an der Studie des irischen Historikers Crawford Gribben „Survival and Resistance in Evangelical America: Christian Reconstruction in the Pacific Northwest“.…

  • Input: Bewegende Biografie eines US-Intellektuellen und Gründers einer Bewegung

    Durch einen Freund wurde ich auf eine bewegende biografische Serie zur umstrittenen Figur Rousas J. Rushdoony (1916-2001) aufmerksam gemacht. Sie wurde von seinem Sohn Mark R. Rushdoony, heutiger Vorsitzender der Chalcedon Foundation, verfasst. Mark schrieb, dass dies für ihn die schwierigste schriftliche Angelegenheit seit je war: Teil I: Armenische Herkunft, erstaunliche Rettung aus dem vom…

  • Erziehung als Religion (2): Befreiung vom Sinn, Flucht in die Methode

    Eine Richtung der Pädagogik betont stark die Methodologie (das „wie“) anstelle des Sinns („warum“). In meinem beruflichen Feld der Erwachsenenbildung treffe ich dies häufig als gelebten Wert an. Das „wie“ (Umsetzung, Vorgehen) ist geklärt, während das „warum“ diffus bleibt. Rushdoony bemerkt treffend: The emphasis on scientific methodology, on method rather than meaning, has inevitable cultural…

  • Kindlichkeit als Ideal der Pädagogik

    „The Messianic Character of American Education“ von Rousas J. Rushdoony erschien 1963 und hat bis heute kaum etwas von seiner Aktualität eingebüsst. Rushdoony setzt sich systematisch mit den grossen Namen der amerikanischen Erziehungsphilosophie aus dem 19. und der ersten Hälfte des 20. Jahrhunderts auseinander. Neulich sah ich das vor einem Jahr gelesene 400-seitige Werk durch.…

  • Gastfreundschaft als Indikator

    Die Gastfreundschaft ist einer der Indikatoren für den Zustand einer Gesellschaft. Das schrieb R. J. Rushdoony an einem Ort (die Quelle kann ich nicht mehr eruieren). Diese Aussage beschäftigt mich. Wir sind so mit uns selbst beschäftigt, dass kaum mehr Zeit und Kraft für andere übrig zu bleiben scheint. Der Freizeitstress verschlingt die letzten Ressourcen.…

  • Lektüre 2010 – die Top Ten-Liste (1)

    Wenn mich jemand fragt, was ich am liebsten tue, so antworte ich meistens: „Lesen, schreiben und singen.“ Wie viele Anstösse habe ich dieses Jahr durch das Lesen von Büchern bekommen! Hier ist meine Top-Ten-Liste (ohne innere Rangfolge). Rousas John Rushdoony. Der Nachkomme armenischer Einwanderer stammte aus einer Familie von Geistlichen. Schon als kleiner Junge war…

  • Wenn das Opfer bestraft wird

    In modern humanistic society, the victim is penalized. There is no restitution, and there is increasingly light punishment of the criminal. Without restitution, crime becomes potentially profitable, and the victim is penalized by the state. Aus: Rousas J. Rushdoony. Institutes of Biblical Law. P & R Publishing 1973.

  • Unsere Verstehensvoraussetzungen (3): Wie können wir wissen?

    Ist es möglich zu wissen, wie wir wissen ohne eine genaue Annahme darüber getroffen zu haben, was wir wissen? (Nein.) Der Mensch erkennt die Realität nie ausserhalb seiner Gedanken der Realität. Er kann weder objektiv noch ungefangen sein, denn er selektiert gewisse Daten als signifikant oder reell, weil sie in seinem Blickfeld sind. Es gilt…

  • Unsere Verstehensvoraussetzungen (2): Wer ist die letzte Instanz?

    Wer Gott als letzte Quelle verleugnet, bestätigt den Menschen als letzte Instanz. Der moderne Mensche etablierte seinen Verstand als den unvoreingenommenen und validen Interpreten von Gott. Wenn der (autonome) Mensch konsistent bei seinen Verstehensvoraussetzungen bleibt, gibt es kein valides Wissen mehr (ihn selbst eingeschlossen). Aus: R. J. Rushdoony. By what standard?

  • Unsere Verstehensvoraussetzungen (1): Ein neues Gewand genügt nicht!

    Christliche Denker, die auf fremdem Territorium arbeiten, haben zu oft nicht-christliche Prinzipien „umarmt“, von denen sie dachten, sie würden in christlichem Gewand fruchtbar werden. Das Potenzial einer Philosophie kann jedoch nie seine Voraussetzungen übersteigen. Aus: R. J. Rushdoony. By what standard?