Schlagwort: Politische Ethik
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Modell: Politische Richtungen und ihre Götzen
Timothy Kellers Analyse zeigt, dass politische Ideologien selten völlig falsch sind, sondern meist ein echtes Gut isolieren und absolut setzen. Freiheit, Vernunft, Heimat und Gerechtigkeit sind von Bedeutung, werden jedoch zerstörerisch, wenn sie an die Stelle Gottes treten. Für Christen besteht die Aufgabe darin, die berechtigten Anliegen jedes Lagers wahrzunehmen, ohne sich von dessen Götzen…
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Interview: Nicht Machttrieb, sondern Verantwortungsdruck
Diesem Interview bin ich mit grossem Interesse gefolgt. Kuhs steht für eine überaus integre, bescheidene Art der politischen Einflussnahme, wie ich sie kaum antreffe. Hier ein Ausschnitt: Der Jüngere: Du hast vorhin gesagt, du seist eigentlich kein Politiker. Das hat mich überrascht. Denn wer dich von außen wahrnimmt, verbindet dich doch gerade mit Politik, mit…
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Buchhinweis: China und die algorhythmische Durchdringung des Alltags
Kai Strittmatter zeigt in „Die Neuerfindung der Diktatur: Wie China den digitalen Überwachungsstaat aufbaut und uns damit herausfordert“ auf, wie der Überwachungsstaat funktioniert und wie die Schattenseiten mittel- und langfristig auf das System zurückschlagen. 1. Die technologische Basis: Big Data und KI Der Kern des Systems ist die Fähigkeit, gewaltige Datenmengen in Echtzeit zu verarbeiten.…
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Buchhinweis: Alexis de Toqueville über die Gefahr des sanften Totalitarismus
Ich habe mich inhaltlich mit de Toquevilles Klassiker „Democracy in America: And Two Essays on America“ (1831) auseinandergesetzt. Hier sind 7 Thesen zur Gesamtbotschaft: These 1 – Die Gleichheit als Grundfaktum: Demokratie beruht nicht auf rechtlicher Gleichheit allein, sondern auf der sozialen Wahrnehmung, dass alle gleiche Chancen haben sollten. Dies erzeugt Dynamik, Ehrgeiz – aber…
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Biografie: Tschechischer Dissident und Grossfamilienvater mit Langzeitwirkung
Ich habe mich erneut zu Vaclav Benda (1946-1999) begeben (siehe auch hier). Sein Leben als Dissident hat mich nachhaltig beeindruckt. BiografieVáclav Benda wurde am 8. August 1946 in Prag geboren und starb am 2. Juni 1999 in derselben Stadt. Er studierte an der Karls-Universität Prag u. a. Philosophie und arbeitete zeitweise als Hochschullehrer; später qualifizierte…
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Rezension: Kritik zum Standardwerk Christlicher Nationalismus
Das massige Werk „The Case for Christian Nationalism“ von Stephen Wolfe gilt bereits als Grundlagenwerk. Er definiert wie folgt (siehe Einleitung): Kevin deYoung hat sich inhaltlich engagiert und gekonnt mit dem Werk auseinandergesetzt. Ich teile seine Kritik. Hauptkritik I: Nation und Ethnizität Hauptkritik II: Wesen der Kirche Hauptkritik III: Protestantische politische Tradition Biblisch-theologische Gegenakzente und…
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Input: Argumente zur Debatte um die Popularität von Charlie Kirk
Es ist schon (zu) viel geschrieben worden. Ich weise auf wenige Beiträge hin. Roundup 1 kurz nach der Tat, zusammengestellt durch Tim Challies Kirks Tötung markiert für viele Beobachter eine potenzielle Zäsur mit offenem Ausgang, die besonders eine jüngere konservative Kohorte tief prägt. In seriösen christlichen und säkularen Medien setzt sich eine faktenorientierte Basiserzählung durch.…
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Literaturhinweis: Bonhoeffer-Biografien
Ich habe mich kürzlich mit den Biografien Bonhoeffer von Charles Marsh („Der verklärte Fremde“) im Vergleich zu Eric Metaxas („Bonhoeffer: Pastor, Agent, Märtyrer und Prophet“) auseinandergesetzt. Metaxas wird stark kritisiert. Trotzdem habe ich beide Auseinandersetzungen geschätzt – und bin immer wieder zum Originalwerk Bonhoeffers gegangen. Theologische Vereinfachung und Verzerrung Christiane Tietz, Vorsitzende der Internationalen Bonhoeffer-Gesellschaft,…
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Vortrag: Reagan in einer Uni-Eröffnungsrede
Ronald Reagan war ein faszinierender Politiker; ich lese die kritische Biografie von William Inboden „The Peacemaker: Ronald Reagan, the Cold War, and the World on the Brink“. In einer Eröffnungsrede an der Notre Dame-Universität (1981) gab er den jungen Studenten folgende Anregungen: Die Gründungsväter als historisches Modell Fehlentwicklungen in der Gegenwart Reformagenda der Regierung Appell…
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Buchhinweis: Ein Klassiker der konservativen Bildungskritik im 20. Jahrhundert
Alan Blooms Bestseller „Closing of the American Mind: How Higher Education Has Failed Democracy and Impoverished the Souls of Today’s Students“ (1987) ist erstaunlich aktuell. Bloom beschreibt bereits in der Einleitung die Verbindung zwischen ethischem Relativismus, einer diffusen „Offenheit“ und einem selbstwidersprüchlichen Widerwillen gegen Ethnozentrismus. Das Problem des Relativismus bei Studenten Universeller Relativismus: Relativismus als…