Schlagwort: Lernen
-
Lernen: Bavincks Ethik-Text in Quaestio-Format
Seit einiger Zeit lerne ich mittels KI-unterstützter Umwandlung von Lehrtexten in Quaestio-Formate. Das heisst, es wird eine Fragestellung herausgeschält, Einwände formuliert, entgegnet und geantwortet. Das hilft ungemein beim geordneten Denken. Hier einige Beispiele aus Bavincks „Reformed Ethics“ (Vol 1). Über die Entstehung der Moral durch Kampf • Frage: Ob die Moralität das Ergebnis eines Kampfes…
-
Modell: Lernen von einem Physik-Didaktiker
Von einem Freund wurde ich auf den bekannten Physik-Didaktiker Richard Feynman (1918-1988) aufmerksam gemacht. Er gilt nicht nur als einer der brillantesten Physiker des 20. Jahrhunderts, sondern auch als außergewöhnlicher Pädagoge. Seine Lehrmethoden haben weit über die Physik hinaus Einfluss gewonnen – und das nicht zufällig, sondern weil sie auf einer tiefen epistemologischen Überzeugung beruhen:…
-
Input: Kombination von Bachelor-Curriculum mit Berufsausbildung
College-Ausbildung ist in den USA fast unerschwinglich teuer geworden. Eine hohe Verschuldung der Absolventen gehört zur Normalität. Nun spriessen interessante alternative Geschäftsmodelle aus dem Boden. Jacob Imam, ein zum Katholizismus konvertierter Muslim mit Expertise im Bereich Literatur, unterhielt sich mit dem YouTuber Matt Fradd. Dies sind aus meiner Sicht zutreffende Beobachtungen und Thesen. Zwei klassische…
-
Input: 4 brillante, charakterstarke Wissenschaftler und Allgemeine Gnade
Vier Beispiele für Gottes Gnade, die nicht wiedergeborenen Menschen herausragende Gaben und edlen Charakter gegeben hat: Beispiel 1: Grigori Perelmans wichtigste mathematische Errungenschaften Beispiel 2: Warlam Schalamow beispiellose Residenz im Gulag Beispiel 3: Howard Schultz‘ – Starbucks-Gründer Beispiel 4: Cal Newports Digital Minimalism
-
Buchhinweis: Denkrahmen von Lehrern, Schülern, Eltern
Nochmals John Hattie, hier aus „Visible Learning: The Sequel: A Synthesis of Over 2,100 Meta-Analyses Relating to Achievement“ (2023; Kapitel 2): Die Zwecke für verschiedene Stakeholder Das Modell definiert klare Zwecke für verschiedene Beteiligte im Bildungsprozess: Lehrer Schüler Schulleiter Familien Die Denkrahmen (Mind Frames) Die Denkrahmen sind in vier Bereiche unterteilt: Für Lehrer und Schulleiter…
-
Input: Feedback in Lernprozessen
Der australische Bildungsforscher John Hattie (* 1950) begleitet mich seit Jahren. Kürzlich befasste ich mich erneut mit seinen (wegweisenden) Hinweisen zum Feedback. Sein Modell dient mir als Hintergrundgerüst. Grundlegendes zum Feedback Wirksamkeit von Feedback Prinzipien für effektives Feedback Feedbacktypen im Modell von Hattie und Timperley Feedbackebenen Forschungsergebnisse Praktische Implikationen
-
Jahresfazit: Debatten zur Wahrheitssuche wieder einführen
Niall Ferguson zeigt (in dieser Rede an der neu gegründeten University of Austin) eindrückliche aktuelle Zahlen über den Niedergang der Meinungsfreiheit an US-amerikanischen Universitäten: Campus Deplatforming Versuche Heterodox Academy Bericht (2020) Chal Institute Umfrage Rothman, Alter und Nevit Studie (2005) Wie wäre es, wenn die Debatte in Universitäten, Kirchen und auch Unternehmen wieder Raum gewinnen…
-
Interview: Scheinbar individualisiertes Lernen zementiert bestehende Leistungsunterschiede
Roland Reichenbach (* 1962) in der NZZ am Sonntag vom 18. August 2024: Die Schule ist ein Ort der emotionalen Vielfalt. Fast jeden Tag erlebt man hier das ganze Gefühlsspektrum, von Erfolgs- und Glücksmomenten bis zur Angstattacke und wieder zurück. Vor einigen Jahren wurden Berufsleute aus allen Branchen nach dem subjektiven Erleben ihres Alltags befragt.…
-
Input: Studie zur digitalen Kompetenz
Die Schweizer Studie Digital-Barometer 2024 habe ich mit Interesse gelesen. Mir fiel auf: Digitale Grundkompetenzen (S. 14): Informations- und Datenkompetenz (z.B. im Internet nach Informationen suchen) Kommunikation und Zusammenarbeit (z.B. eine Nachricht über WhatsApp verschicken) Erstellung digitaler Inhalte (z.B. mit dem Smartphone ein Foto machen), Problemlösung (z.B. eine App installieren) Sicherheit und Privatsphäre (z.B. ein…
-
Medien: Beginnende Dekonstruktion der Digitalisierungs-Mythen
Zu früh, zu viel, zu unkontrolliert: Kinder können scrollen, bevor sie ganze Sätze reden, sitzen in der Schule am Tablet und surfen in der Pubertät unkontrolliert im Netz. Jetzt treten die ersten Länder auf die Bremse. Wie viel Computer verträgt die Kindheit? Das ist eine wegweisende Frage für die Bildung der nächsten Generationen, gestellt von…