Schlagwort: Gesellschaftskritik

  • Input: Das zeitgenössische Narrativ von Wahrheit und Macht

    Das legt Christopher Watkin (hier) ungemein präzise dar: Das aktuelle westliche Narrativ von Wahrheit und Macht von den Rändern her.   Die biblische Prägung der westlichen Idee der Kritik Die „Mandate der Ränder“ in der modernen Gesellschaft Die Schwächen des modernen „Mandats der Ränder“ Der biblische Ursprung & Jesus als ultimative Stimme der Ränder Ursprung…

  • Podcast: Unsere Generation ist die Krönung und der Standard?

    N. Gray Sutanto (in diesem hörenswerten Podcast, Minute 38ff): Ich habe „Generations“ von Jean Twenge gelesen … Als ich zum Beispiel das Kapitel über die Generation Z las, die Generation nach mir, dachte ich: „Oh, du meine Güte, unsere nächste Generation! Wir sind dem Untergang geweiht.“ Im nächsten Moment: „Halt. So haben unsere früheren Generationen…

  • E21 Konferenz: Der Siegeszug des modernen Selbst

    Ron Kubsch präsentierte an der E21-Konferenz das neu übersetzte Buch „Der Siegeszug des modernen Selbst“. Ich habe mich vor einiger Zeit selbst mit Podcast und einem Vortrag zum Buch versucht. Hier ist meine Mitschrift. Worum geht es? Es geht um tiefgreifende, top-down-gelenkte Umwandlungsprozesse. Dies bedeutet ein rigoroses Infragestellen fast aller Lebensbereiche. Sie betreffen Sprechen, Rechtsprechung…

  • Predigt: Jesus, folge mir nach!?

    Matthias Kradolfer in seiner Predigt zu Palmsonntag beantwortete im zweiten Teil ausgehend von der krassen Differenz zwischen Palmsonntag (triumphaler Einzug in Jerusalem) und der Kreuzigung (bloss 120 Stunden später) die Frage: Können wir ihn auch loben, wenn es schwer wird – wir enttäuscht worden sind – es Nachteile bringt? Zum Hintergrund: Gemäss Joh 12,17 war die Menschenmenge wegen der Auferstehung…

  • Hörbuch: 15 Stunden zum meist verdrängten gesellschaftlichen Thema

    Es hat mich überaus gefreut zu entdecken, dass das wichtige Buch „Gott im Leid begegnen“ vom Timothy Keller (meine Rezension) jetzt als Hörbuch erhältlich ist. Keller selbst blickt anfangs in die eigene Geschichte zurück und bekennt, dass zu Anfang ihrer Ehe „keiner von uns auch nur das Elend eines eingewachsenen Fußnagels kannte“. Doch: Der Verlust…

  • Zitat der Woche: Der Mensch, der sich als Unikat wähnt und dabei genau in die Form passt

    Monika Hausammann (* 1974) schreibt provokant (in „Die Grosse Verkehrung“, S. 33-34): Der Mensch lebt dann nicht mehr als sich selbst gehörend in der Welt als Forum sich ihm bietender Handlungsoptionen, sondern in einem Unterordnungsverhältnis in einer vom Staat durchregulierten und gebändigten Welt. … Wenn Totalitarismus aber dadurch gekennzeichnet ist, dass Mensch und Welt gleichermaßen…

  • Input: Gleich-Gültigkeit durch fehlende Verantwortung

    Notizen aus einem Gespräch mit Alexander Batthyany (* 1971) zu seinem Buch „Die Überwindung der Gleichgültigkeit: Sinnfindung in einer Zeit des Wandels“ (2017): Aussenorientierung: Der Mensch ist aussen-gerichtet geschaffen. Beschränkt er sich auf sich selbst oder zieht sich in sich selbst zurück, entspricht dies nicht seiner Bestimmung. Dafür gibt es Evidenz genug, a) auf der…

  • Input: Zusammenwohnen ohne Trauschein reduziert Stabilität

    Für die Forschung ist diese Einsicht nichts Neues. Der US-amerikanische Soziologe Nicholas H. Wolfinger (University of Utah), Professor für Familien- und Konsumentenstudien, hat in verschiedenen Forschungsbeiträgen folgende für die Glücksforschung bekannte Ergebnisse untermauert. Wolfinger ist Autor zu einem Buch über die transgenerationalen Folgen von Scheidung (Understanding the Divorce Cycle: The Children of Divorce in Their Own…

  • Aufsatz: Einsame Wölfe – eine übersehene Ursache für Unverbindlichkeit

    Im Austausch mit Jonathan Malisi wurde mir ein verborgener Grund für die Unverbindlichkeit der neuen Generationen bewusst. Vaterlose Generationen mussten sich einigeln um zu überleben – und nehmen diese Gewohnheit in ihr Leben als Christ mit. Manche Kinder, die solche Grunderschütterungen durchlebt haben, mussten sich in der Folge einen „emotionalen Panzer“ zulegen: Um ihr emotionales…

  • Buchhinweis: Tiefes Unbehagen mit dem Leben im 20. Jahrhundert

    Malcolm Muggeridge (1903-1990) habe ich in all diesen Jahren erst einmal auf meinem Blog erwähnt. Ich habe immer wieder kleinere Stücke aus seinem Werk gelesen. Er wuchs als Kind eines überzeugten Sozialisten in Südlondon auf. Im ersten Band seiner Autobiographie (Chronicles of Wüstet Time; vom Regent College nach seinem Tod 1990 neu aufgelegt) beschreibt er…