Schlagwort: Erkenntnistheorie
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Zitat der Woche: Was an den Lehren der Heiden Gutes ist, braucht man nicht zu verachten
Augustinus schreibt in seinem Buch De doctrina Christiana (2. Buch, 18. Kapitel): … jedenfalls brauchen wir wegen des heidnischen Aberglaubens weder die Musik zu fliehen, falls wir daraus zum Verständnis der Heiligen Schrift etwas Zweckdienliches gewinnen können, noch dürfen wir uns zu den theatralischen Possen der Heiden wenden, wenn wir über Zithern und andere Instrumente…
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Lesehinweis: Philosophie der Offenbarung
Herman Bavincks Vorlesungen über die Philosophie der Offenbarung (1908) enthalten das Grundgerüst für eine christliche Philosophie. In unseren Tagen, in denen die göttliche Offenbarung so in den Hintergrund gerückt ist, ist die Auseinandersetzung doppelt notwendig. Eduardo Echiverria hat eine ausgezeichnete Einführung geschrieben. Der Fokus Bavinck’s concern here is that of fundamental theology, justifying and expounding the relationship…
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Zitat der Woche: Erkenntnis Gottes durch die Schöpfung und das Gewissen
Eine der sorgfältigsten mir bekannten Abhandlungen über die Erkenntnis Gottes findet sich in den beiden ersten Kapiteln der Systematischen Theologie von Douglas Kelly (Systematic Theology (Volume 1): Grounded in Holy Scripture and understood in light of the Church). Ich habe die Kapitel im Herbsturlaub erneut durchgearbeitet. Die zusammenfassende Einleitung ins zweite Kapitel hat es in…
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Zitat der Woche: Pluralismus als Geisteszustand
Bei meinen Re-Readings habe ich erneut das ausgezeichnete Werk «The Gagging of God» zur Hand genommen. Wir haben ein Stadium der Pluralisierung erreicht, in dem die Wahlfreiheit (choice) nicht nur ein Zustand, sondern ein Geisteszustand darstellt. Die Wahl ist zu einem Wert an sich geworden, sogar zu einer Priorität. Modern zu sein bedeutet, süchtig nach…
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Zitat der Woche: Skeptische Grundhaltung als Schutz für eigene Widersprüchlichkeit
Richard Rorty, Postmodernist aus dem Bilderbuch, umschreibt scharf das Anliegen der Postmoderne. Es gehe darum, dass wir …die Korrespondenztheorie der Wahrheit aufgeben und damit anfangen, moralische und wissenschaftliche Überzeugungen als Werkzeuge zur Herstellung größeren menschlichen Glücks aufzufassen und nicht als Darstellungen des Wesens der Wirklichkeit. Richard Rorty. Stolz auf unser Land. Die amerikanische Linke und…
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Zitat der Woche: Göttliche Offenbarung in Form von Aussagen
John Frame in seiner Analyse zu Schleiermacher: Dieses Prinzip ist den liberalen Theologen gemeinsam: dass die göttliche Offenbarung nicht die Form von Aussagen (propositions), Information oder Lehre annehmen kann. Lehren werden von Menschen aus der Reflexion über ihre religiösen Gefühle heraus geschaffen. Liberale Theologen haben die Offenbarung auf verschiedene Weise charakterisiert: für Cherbury war es…
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Fokus Neujahr (4): Die Verweigerung des Denkens
Die Debatte über «Fake News» zeigt, welche Blüten bzw. Früchte die jahrzehntelange Haltung, dass Wahrheit vom Einzelnen konstruiert werden könne, hinterlässt. Wir dürfen, nein wir sollen, am Freitag für das Klima demonstrieren und am Samstag darauf in den Kurzurlaub fliegen. Widersprüche sind nicht nur zulässig, sondern erwünscht. Eine daraus entstandene Unart besteht darin, dass Führer…
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Interview: Die haben das Gefühl, die Wahrheit gepachtet zu haben
In meinem Warendorfer Seminar haben wir viel Raum für Diskussion und das Nachdenken von Lebensfragen eingeplant. Für mich war der intensive Austausch mit Thomas, der in die Rolle eines „authentischen Zweiflers“ schlüpfte, eine Bereicherung. Es ging mir darum, die Denkvoraussetzungen an die Oberfläche zu holen. Es gibt einen Unterschied zu Live-Gesprächen – ich gehe da…
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Hanniel hirnt (235): Das Gift des Subjektivismus
Den Aufsatz „The Poison of Subjectivism“ von C. S. Lewis habe ich mehrmals gelesen, mir Notizen angefertigt und die wesentlichen Inhalte schliesslich laut zusammengefasst (33 Minuten). Dieses Gift hat auch in frommen Kreisen ihre Spuren hinterlassen. Eindrücklich ist eine kleine Nebenbemerkung von Lewis am Schluss des Aufsatzes. Sie lässt uns aufhorchen: Während wir glauben, dass…
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Zitat der Woche: Zwei Kant-Interpretationen
Aus meiner Sommerlektüre. Der legendäre Religionsphilosoph Alvin Plantinga fasst zwei Schulen von Kant-Interpretationen zusammen. Die traditionelle: (Diesem) traditionellen Bild zufolge vertrat Kant die Ansicht, es gebe zwei Reiche von Gegenständen, zwei grundverschiedene Arten von Dingen. Da seien einerseits die Phänomena und andererseits die Noumena — hier die Dinge an sich und dort die Dinge für…