Schlagwort: Erkenntnistheorie

  • Zitat der Woche: Postmodernes Denken nimmt eine grosse Wahrheit für sich in Anspruch

    Im Band 3 der Reihe «Go(o)d News» geht es um «Vernünftig glauben». In 10 kurzen Kapiteln geht es jeweils um 10 Aspekte. Ron Kubsch behandelt im ersten Kapitel die Frage «Gibt es eine Wahrheit?». Dabei weist er treffend darauf hin, dass es zunächst nötig ist, die Art und Weise postmodernen Denkens auf den Prüfstand zu…

  • Input: Kuyper und Bavinck zur Natürlichen Theologie

    Richard A. Muller, Autor der grandiosen Post-Reformation Reformed Dogmatics – eben wieder neu aufgelegt – analysiert in „Kuyper and Bavinck on Natural Theology“ (2015) die Sichtweise der beiden Theologen Abraham Kuyper und Herman Bavinck bezüglich natürlicher Theologie, notabene contra Barth, Otto Weber und Thomas Torrance (siehe S. 33). Abraham Kuyper: Nur eine Erkenntnis und eine…

  • Input: Die Gewissheiten der ethischen Relativisten ins Wanken bringen

    Die Widersprüchlichkeit der Spätmoderne Wenn die herrschende Philosophie behauptet, Wahrheit sei relativ oder im Grunde nicht erkennbar oder streng persönlich oder weitgehend irrelevant, mit anderen Worten, wenn unsere einzige Gewissheit unsere Ungewissheit ist, gibt es nichts Irritierenderes, als wenn jemand daherkommt und solche nicht schlüssigen Schlussfolgerungen zunichte macht. „Was auch immer“ (“whatever”), das ultimative postmoderne…

  • Zitat der Woche: Wenn Widerlegung Selbstzweck statt der Wahrheitsfindung dient

    Euthydemos zählt zu den Dialogen von Platon. In diesem Dialog lässt der Autor einen jungen Mann Kleinias in den Dialog mit zwei Sophisten treten. Sophisten vertraten einen ethischen Relativismus, weshalb bei ihnen die Rhetorik einen sehr hohen Stellenwert genoss. Wenn Wahrheit relativ ist, entsteht ein Machtdiskurs. Wer überzeugt, setzt sich durch. Im (hilfreichen) Kommentar: Euthydemos…

  • Input: Erstes Erkenntnisprinzip – göttliche Offenbarung

    In unregelmässigen Abständen gehe ich mit meinen Jungs Kapitel 1 des Westminster Bekenntnisses „Von der Heiligen Schrift“ (1647) durch. Weshalb? In ständiger Referenz zu Gottes Wort zeigt dieser Text uns das fundamentale bzw. erste Erkenntnisprinzip: Es gilt die göttliche Offenbarung. Gottes Werke durch die Schöpfung lassen den Menschen zwar ohne Entschuldigung (1.1), reicht jedoch für…

  • Zitat der Woche: Die „Logik“ von Wundern

    Wir können die erstaunlichsten Dinge erleben, aber wenn unsere Weltanschauung das Übernatürliche ausschliesst, so werden wir sie niemals Wunder nennen.  … Wenn bei uns Wunder geschähen, so würden wir durch unsere Vorurteile daran gehindert, sie als Wunder wahrzunehmen; unsere Vorfahren hingegen wurden gerade durch ihre Vorurteile dazu verleitet, sich Wunder einzubilden, wo vielleicht gar keine…

  • Input: Der Hintergrund der Kant’schen Erkenntnistheorie

    Kant muss auf dem Hintergrund des Idealismus von Gottfried Wilhelm Leibniz (1646-1716) und des Empirismus von David Hume (1711-1776) studiert werden. Roger Scruton fasst hervorragend zusammen: Wir könnten objektives Wissen über die Welt haben, das nicht vom Standpunkt eines Beobachters beeinflusst ist, während (Hume) behauptete (oder es zumindest für seine Zeitgenossen so aussah), dass wir gar kein objektives Wissen…

  • Input: Die Unterschiede im Leserverständnis der Bibel nicht überschätzen

    E21 hat drei ungemein hilfreiche Artikel von Trevin Wax übersetzt. Die postmoderne Lesart der Bibel hat in vielen Gemeinden über die starke Leserorientierung breiten Einzug gehalten. Fragen wie diese haben sich in den Vordergrund gedrängt: Ist ethnische Vielfalt ein wichtiger Faktor für die Bibelauslegung? Sollten wir darauf achten, welchen Hintergrund und welche Erfahrungen ein Bibelausleger…

  • Zitat der Woche: Die drei Erkenntnistheorien der Psychologie

    Daniel N. Robinson definiert die drei -Ismen in der Geschichte der Psychologie, wie sie sich seit dem 17. Jahrhundert festigten: Der Empirismus ortet die Quellen des Wissens und des Glaubens in den wahrgenommenen Ereignissen der Außenwelt und hält die Erfahrung selbst für die letzte Autorität in Fragen der Tatsachen. Der Rationalismus geht von der These…

  • Buchhinweis: Mit Kant ringen

    Nach Jahren der unablässigen Lektüre kam in mir der Wunsch auf, nicht nur Neuland zu betreten und mir im Bilde gesprochen einen Weg zu schlagen. Vielmehr wollte ich Lewis’ Ratschlag des «Re-Reading» beherzigen und an einige Orte der Lektüre zurückkehren.  Seit Jahren versuche ich eine Schneise in die Welt Kants zu schlagen. Wenn sowohl Peter Kreeft wie…