Schlagwort: Erkenntnistheorie

  • Liste: Was Menschen gemeinsam haben

    In der Anthropologie „The Blank Slate“ (2002) des Atheisten Steven Pinker wird eine Liste von auffälligen menschlichen Übereinstimmungen (surface universals) nach Donald E. Brown aufgeführt. Die Liste ist imposant – und eine sehr deutliche Absage an konstruktivistische Konzepte. Neil Shenvi wies in diesem Podcast darauf hin. A. Grundlegende Kognition, Wahrnehmung und Begriffsbildung Menschen aller Kulturen…

  • Modell: Lernen von einem Physik-Didaktiker

    Von einem Freund wurde ich auf den bekannten Physik-Didaktiker Richard Feynman (1918-1988) aufmerksam gemacht. Er gilt nicht nur als einer der brillantesten Physiker des 20. Jahrhunderts, sondern auch als außergewöhnlicher Pädagoge. Seine Lehrmethoden haben weit über die Physik hinaus Einfluss gewonnen – und das nicht zufällig, sondern weil sie auf einer tiefen epistemologischen Überzeugung beruhen:…

  • Input: Der gefährliche Tausch und fünf Anknüpfungspunkte

    Eine sehr reichhaltige Exegese in drei Schritten und fünf „magnetischen Anküpfungspunkte“ zu Römer 1,18-32 (in T&T Clark Handbook of Neo-Calvinism (S. 268-271) Johann Herman Bavincks (1895-1964) „Theologie der Religionen“ kann als eine getreue und zugleich kreative Neuformulierung von Calvins Begriffen des sensus divinitatis, semen religionis und fabrica idolorum beschrieben werden. Das Rohmaterial, aus dem Religion(en) geformt…

  • Zitat: Treffende Charakterisierung von Wokeness

    Wokeness ist dieser Tage als Kampfbegriff in aller Munde. Viel wichtiger als Schlagwörter ist die Auseinandersetzung mit der säkularen und der christlichen Weltsicht. Bisher profitierte ich bei der Erarbeitung von „Der neue Kulturkampf: Wie eine woke Linke Wissenschaft, Kultur und Gesellschaft bedroht“ (Susanne Schröter, Ethnologin); „Zynische Theorien: Wie aktivistische Wissenschaft Race, Gender und Identität über…

  • 10 Hinweise … zum Nutzen des ChatGPT

    Ich bin kein „Techie“ (Technologie-Freak) und kein schon gar kein „First Mover“ (früher Nutzer). 2010 wagte ich den Einstieg als Blogger, massiv ermutigt von einem Geschäftsfreund. 2017 folgte der Audio-Bereich, ebenfalls auf starke Empfehlung. Bis heute scheue ich mich vor dem bewegten Bild, hege jedoch einige Ideen. Gelungen ist mir hingegen der Einstieg zur Nutzung…

  • Zusammenfassung: Neocalvinismus – eine Definition der Bewegung, zu der ich mich zähle

    Eine hervorragende Definition und Entwicklung der Kerngedanken einer Bewegung in T&T Clark Handbook of Neo-Calvinism (S. 1-3), zu der ich mich selbst zähle (Untertitel von mir eingefügt): Definition und Ursprung Der Neo-Calvinismus ist die kritische Weiterentwicklung der Reformierten Orthodoxie im Interesse des modernen Lebens. Am Übergang des 20. Jahrhunderts Jahrhunderts in den Niederlanden entstanden, initiiert…

  • Input: Historische Gewissheit, keine mathematische Genauigkeit

    In Familienandachten las ich aus dem äußerst anschaulich geschriebenen Buch von Greg Gilbert „Warum ich der Bibel vertraue“ vor (englisches Hörbuch; weiteres Grundlagenbuch über das Evangelium). Ich pflichte einem Rezensenten bei: „Geschrieben ist es in einem unterhaltsamen, eher journalistischen Stil. Die Kürze der einzelnen Kapitel ist auch für Wenigleser zu bewältigen.* Hundertprozentige Gewissheit mag es…

  • Buchhinweis: D. A. Carsons Werke zur Kulturtheologie

    Meine Auseinandersetzung mit der Frage nach dem Wahrheitsgehalt der Bibel führte mich erneut zu D. A. Carsons wegweisenden Publikationen zur Kulturtheologie (Link zu meinen ausführlichen Rezensionen: The Gagging of God, Christ and Culture Revisited, Intoleranz der Toleranz, Emerging Church und die Merkmale der postmodernistischen Erkenntnistheorie). Meinen Leseertrag habe ich damals in „Ein von der Bibel…

  • Input: Marx für die Gesellschaftslehre, der christliche Glaube fürs Persönliche

    Jacques Ellul (1912-1994), von mir geschätzter Technologiekritiker, schreibt in der autobiografischen Abhandlung (in A temps et a contretemps, S. 17-20):  In der Tat erschien mir das Christentum überhaupt nicht als eine Erklärung der Welt. Man darf nicht vergessen, dass sich die Hauptdebatte der Christen zu dieser Zeit um die Erlösung und das individuelle Heil drehte. Es…

  • Buchempfehlung: Unser Verlangen nach Erkenntnis – Abschied vom (post)modernen Skeptizismus

    Mit grossem Interesse habe ich das von John Frame empfohlene Werk zur Erkenntnislehre „Longing to Know: The Philosophy of Knowledge for Ordinary People“ (2003) von Esther Lightcap Meek gelesen. Es ist in der Zeitschrift Themelios rezensiert worden. Sie schreibt nicht nur allgemeinverständlich, sondern zeigt auf, dass unser Wissenserwerb für die Gotteserkenntnis vom gleichen Autor angelegt…