Schlagwort: Dogmatik

  • Input: Bavincks Begriff des Organischen unter der Lupe

    Es bewegt sich was in der Bavinck-Forschung. Ich habe bereits (hier und hier) von meiner Lektüre von Bruce Pass berichtet, der das dogmatische Zentrum Bavincks untersucht. Er entdeckt dabei in der Verwendung des Begriffs des Organischen, der aus dem deutschen Idealismus stammt, gewisse Unstimmigkeiten. Ich beziehe mich auf den Aufsatz „Trinity or German idealism? Reconsidering…

  • Input: Überblick von Forschungsarbeiten zu Herman Bavinck

    Vor einiger Zeit habe ich über die Kontinent-übergreifend Bavinck-Renaissance geschrieben. Bruce Pass, der seine Doktorarbeit über das Zentrum von Bavincks Dogmatik verfasste (The Heart of Dogmatics: Christology and Christocentrism in Herman Bavinck, V & R, 2020), listet in der Einleitung verschiedene Phasen der Forschung über Bavinck auf: Dogmatische Studien zu einzelnen Aspekten von Bavincks Dogmatik Sijtse…

  • Input: Wie wir mit philosophischen Begriffen und Konzepten im Rahmen der biblischen Weltsicht umgehen

    Der Podcast von «Grace in Common» über das organische Motiv in Herman Bavincks Werk (zur Einführung siehe diese Rezension zu Eglintons Dissertation) hat es in sich. Über den Zentralbegriff hinaus hilft der Dialog zwischen den Bavinck-Forschern, den Umgang mit philosophischen Begriffen und Konzepten zu fassen. Was ich bedenkenswert finde: Versuche das Konzept bei einem Autor möglichst genau in dessen Werk und «Verständnisrahmen»…

  • Publikationen: Blühende Forschung zu Herman Bavinck

    Ein neuerliches Studium kürzlich erschienener Dissertationen zu Herman Bavinck (1854-1921) lässt mich zum wiederholten Mal in die grundsätzliche Frage eintauchen, wie Rechtgläubigkeit und Aktualität des 21. Jahrhunderts einander begegnen können, ohne dass letzteres Ersteres beschnitten und verstümmelt oder ein Rückzug ins Private unumgänglich wird. Diese Grundfrage steht auch über meiner eigenen Biografie. In einer frühen Vorlesung Bavincks…

  • Input: Wird Gott von der Welt beeinflusst und gar verändert?

    Die (post-)evangelikale Krise hat wesentlich mit einem Vakuum der Gotteslehre zu tun; dies habe ich im Aufsatz „Wer Gott verliert, verliert sich selbst“ (2016) darzustellen versucht. Vor einigen Jahren habe ich zudem zum Auftreten des Offenen Theismus im deutschen Sprachraum eine Replik verfasst und auf weitere Stellungnahmen verwiesen. In einer ausführlichen Buchbesprechung geht Luke Stannard…

  • Zitat der Woche: Gott, halte dich gefälligst an unser schönes Bild von dir!

    Diese Buchbesprechung von Tanja Bittner stellt exemplarisch die enorme theologische Schwäche des Neo-Evangelikalismus (und nicht nur des Post-Evangelikalismus) dar. Vage Aussagen verstecken sich im Gewand der Demut. Die Folgen der implizit gelehrten Dogmatik sind sichtbar – in Gemeindeverbänden, theologischen Seminaren und Missionsgesellschaften. Ein großer Himmel, in dem Gott all die guten Ansätze im Menschen honoriert.…

  • Vortrag: Das Ende im Blick – eine heilsgeschichtliche und kulturtheologische Perspektive

    Mitschnitt des Vortrags in der FEG Bern (52 Minuten) Bibelstunde zu einem Schlüsseltext (Jesaja 60, 35 Minuten) Podcast zu den stützenden biblischen Belegstellen zur Heilsgeschichte (25 Minuten) Der Blick von uns Menschen wandert intuitiv bis zur nächsten Mahlzeit, zum Feierabend oder zum nächsten Urlaub. In unserer Bundeshauptstadt Bern durfte ich über das herrliche Ende der…

  • Begriffsstudie: „Lehre“ im neu digitalisierten ThWNT

    Heutige Begriffswelt Lehre ist «out». Verstaubtes Kopfkissen, das nur von einigen bleichen, schlaksigen Köpfen begehrt wird. Und ja, der Lehre haftet etwas Streberhaftes, etwas Oberlehrerhaftes an. Lockere Sprüche, lebendig vorgetragene Anekdoten, die richtige Kleidung und eine passende mediale Verpackung scheinen viel mehr zu zählen. Diesen Eindruck werde ich nicht los, wenn ich freikirchliche Gottesdienste besuche. Keine…