Schlagwort: Blaise Pascal

  • Buchempfehlung: Selbstliebe und Selbsterkenntnis

    Ich repetiere zur Zeit einen Teil der 924 Aphorismen von Blaise Pascals Gedanken (die englische Fassung nach Trotter). Es empfiehlt sich, die Ziffern 86-100 zu lesen. Selbstliebe als Triebkraft Blaise Pascal beschreibt die Selbstliebe (amour-propre) als eine der grundlegendsten Triebkräfte des menschlichen Handelns. Sie verleitet Menschen dazu, sich trotz ihrer offensichtlichen Fehler selbst zu lieben…

  • Zitate für das neue Jahr (1): In einer schrecklichen Unkenntnis der wichtigsten Dinge

    Ich habe langsam Blaise Pascal Gedanken (Nr. 1 nach Strowski, Nr. 194 nach Brunschvicg) gelesen. Die deutsche Ausgabe gibt es in einer Edition aus dem 19. Jahrhundert auf zeno.org. Zum Kauf empfiehlt sich die reclam-Ausgabe. Hier geht es zum gesamten Abschnitt. Argument: Genau untersuchen, was bekämpft wird Möchten die, welche die Religion bekämpfen, wenigstens lernen,…

  • Buchhinweis: Kommentar zu Pascals Pensées

    In seiner editierten und ausführlich kommentierten Edition von Pascals "Gedanken über die Religion" (Pensées) selektiert Peter Kreeft 203 der 993 orginialen Fragmente. Er baut seinen Kommentar auf folgende Gliederung auf: Problem: Elend, Eitelkeit, Ungerechtigkeit, Irrationalismus, Entfremdung, Tod, Sünde, Selbstsucht Zwei populäre Pseudo-Lösungen: Zerstreuung und Gleichgültigkeit Der Weg zur wirklichen Lösung: Der Weg des Herzens Hinweise…

  • Input: Pascals anthropologisches Argument

    Douglas Groothuis hat einen interessanten Aufsatz zum Anthropologischen Argument „DEPOSED ROYALTY: PASCAL’S ANTHROPOLOGICAL ARGUMENT“ geschrieben: Wahre Religion, argumentiert Pascal, muss in der Lage sein die menschliche Verfassung besser als seine Gegner zu erklären. Ein apologetisches Argument von der menschlichen Verfassung her zu entwickeln, ist in einer psychologisierten und individualisierten Gesellschaft „anschlussfähig“, begründet Groothuis seine Ausführungen. Pascal claims…

  • Der Zyklus des Konsums und die Alternative

    Schon länger treibt mich das Fragment von Blaise Pascal um. Er beschreibt den Kreislauf des (post)modernen Konsumstrebens: Ausgangsposition: Die Ruhe vermeiden Zielreise: In der Vorstellung ein Ziel definieren (einen Konsumgegenstand, eine Reise, eine Position) Reise: Unaufhörliches Streben nach dem Ziel Rückschläge: Verdoppeln der Anstrengung Zielerreichung: Verspüren der Leere Initialisierung: Die nächste Runde wird eingeleitet, in…

  • Es gibt nur zwei Arten von Menschen, die man vernünftig nennen kann

    Es gibt nur zwei Arten von Menschen die man vernünftig nennen kann; die, die Gott von ganzem Herzen dienen, weil sie ihn kennen, und die, die ihn von ganzem Herzen suchen, weil sie ihn nicht kennen. Blaise Pascal, Pensées, Fragment 107.

  • Die Ursünde – ohne dieses Geheimnis sind wir uns selber unbegreiflich

    Wenn der Mensch nie wäre verdorben worden, würde er sich in seiner Unschuld der Wahrheit und der Seligkeit zuversichtlich erfreuen; und wenn der Mensch nie anders gewesen wäre als verdorben, hätte er keine Vorstellung weder von der Wahrheit noch von der Seligkeit. Aber so unglücklich wir auch sind – und wir sind unglücklicher, als wenn…

  • Mensch und Natur weisen auf einen verlorenen Gott hin

    Was mich angeht, so bekenne ich: sobald die christliche Religion das Prinzip offenbart, dass die Natur der Menschen verdorben und von Gott abgefallen ist, öffent das die Augen und wir sehen überall die Merkmale dieser Wahrheit; denn die Natur ist so, dass sie überall auf einen verlorenen Gott hinweist, sowohl im Menschen wie ausserhalb des…

  • Warum der Mensch sich zerstreuen muss

    Blaise Pascal beschreibt im Fragment 139 seiner Pensées meisterhaft den Zwiespalt des gefallenen Menschen. Weil er zutiefst ein Empfinden dafür hat, muss er sich zerstreuen: Daher kommt es, dass die Menschen so sehr den Lärm und die Bewegung lieben. Daher kommt es, dass das Gefängnis eine so schreckliche Strafe ist. Daher kommt es, dass die…

  • Alle Menschen streben nach Glück (4)

    Gott allein sei das wahre Gut, sagt Pascal. Und rätselhaft, seit er sich von ihm abgewandt, gibt es nichts in der Welt, das nicht geeignet gewesen wäre, seinen Ort zu erfüllen. Sterne, Himmel, Erde, Elemente, Pflanzen, Kohl, Lauch, Tiere, Insekten, Kälber, Schlangen, Fieber, Pest, Krieg, Hungersnot, Laster, Ehebruch, Blutschande. Seitdem der Mensch dies wahre Gut…