Schlagwort: Anthropologie

  • Buchempfehlung: Selbstliebe und Selbsterkenntnis

    Ich repetiere zur Zeit einen Teil der 924 Aphorismen von Blaise Pascals Gedanken (die englische Fassung nach Trotter). Es empfiehlt sich, die Ziffern 86-100 zu lesen. Selbstliebe als Triebkraft Blaise Pascal beschreibt die Selbstliebe (amour-propre) als eine der grundlegendsten Triebkräfte des menschlichen Handelns. Sie verleitet Menschen dazu, sich trotz ihrer offensichtlichen Fehler selbst zu lieben…

  • Literaturhinweis: 85 Empfehlungen für die nächste Therapeutengeneration

    Ich höre mir das Vermächtnis des israelischen Therapeuten Irvin Yalom (* 1931), in „The Gift of Therapy“ als offener Brief an die nächsten Therapeuten-Generationen abgefasst an. Dies sind seine 85 aus ursprünglich über 200 Empfehlungen: Grundprinzipien der Therapie Erschaffe für jeden Patienten eine neue Therapie. Sei offen und engagiert. Vermeide Diagnosen, wenn nicht unbedingt notwendig.…

  • Input: Christologische Anthropologie

    Im Rahmen meiner Vorlesung zur Theologischen Anthropologie (2021) habe ich mich mit Cortez‘ Werk Theological Anthropology: A Guide for the Perplexed (2010) und Christological Anthropology (2016) beschäftigt. So ganz schlau wurde ich nicht. Im Gespräch mit Matthew Barrett „Is Anthropology a Christological Affair?“ gab es einige Klärung. Fragezeichen bleiben zurück; es bleibtdas Fragezeichen, warum es…

  • Predigt: Die vielen Fratzen des Stolzes

    David Jany in einer berührenden, weil ans Eingemachte gehenden Predigt zu Römer 4,1-8 und dem Thema des Rühmens. Es lohnt sich diese Minuten anzusehen und betend zu überdenken: (Minuten 14-16 & 19; in meinen eigenen Worten) Die Juden wähnten sich als Gottes Volk, weil sie über das Gesetz verfügten. Paulus entgegnet: „Vergesst es! Ihr könnt…

  • Buchhinweis: Theologische Anthropologie Herman Bavincks

    Nathaniel Gray Sutanto gibt am Anfang seiner neuen Studie zur theologischen Anthropologie – die er als Begleitband zu seiner theologischen Epistemologie sieht – einen Überblick über aktuelle dogmatische Fragen: Wenn man die zeitgenössische dogmatische Literatur durchforstet, sieht man zum Beispiel konkurrierende Visionen für jede Dimension der theologischen Anthropologie. Zur Frage der imago Dei gibt es Modelle, die…

  • Zitat der Woche: Die kleinen grauen Zellen haben es mir gesagt

    Poirot gehört zu meinen Lieblings-Detektiven. „Befeuert“ wurde meine Liebe zu Detektivromanen (Pater Brown, Lord Peter Wimsey, Sherlock Holmes) durch Roger Nicole. Dieses Interesse wiederum wurde durch Marc Devers Reflektion geweckt. Dasselbe Interesse hatte auch J. I. Packer. Diese Stelle aus Mord auf dem Golfplatz gehört zu meinen Lieblingszitaten: Niemals habe ich jemanden dermaßen verdattert erlebt. Poirots Kinn sackte nach unten. Er sah überhaupt nicht…

  • Input: Zwei gegensätzliche Visionen des Menschen

    Douglas Groothuis verweist in seinem Plädoyer für politischen Konservatismus auf Thomas Sowells (* 1930) Begriffe für zwei gegensätzliche Visionen des Menschen (dargestellt in A Conflict of Visions, zusammengefasst hier): Die dahinter stehende Frage: Warum neigen dieselben Menschen dazu, bei jedem Thema zu politischen Gegnern zu werden, obwohl die Themen sehr unterschiedlich sind und manchmal kaum…

  • E21-Konferenz: Wie sich die Bedeutung Mensch zu sein verändert hat

    Carl Trueman, Verfasser der wichtigen Werke „Der Siegeszug des modernen Selbst“ und „Fremde neue Welt“ hat an der diesjährigen E21-Konferenz einen sehr anschaulichen Vortrag „Wie sich die Bedeutung Mensch zu sein verändert hat“ gehalten. Der emotionale Ausgangspunkt für manche Christen tönt zusammengefasst so: Die grosse Versuchung für uns Christen besteht darin hoffnungslos zu werden. Es…

  • Buchhinweis: Die Macht der Gewohnheit

    Wie ändern sich Gewohnheiten? Diese Frage beschäftigt mich sowohl beruflich wie auch privat seit Jahren. Charles Duhigg (* 1974) beschreibt in „Die Macht der Gewohnheit: Warum wir tun, was wir tun“ anhand zahlreicher Fallbeispiele den – letztlich göttlich verankerten – Modus zur Veränderung: Wie ändern sich Gewohnheiten? Leider gibt es keine feste Folge präzise definierter…

  • Input: Organische Anthropologie – die gemeinschaftliche Dimension der Imago Dei

    Nathaniel Gray Sutanto zur theologischen Bedeutung eines gemeinschaftlichen (korporativen) Verständnisses der Imago Dei (hier): Erstens: Da kein menschliches Individuum das Ebenbild Gottes vollständig zum Ausdruck bringen kann, haben menschliche Berufung und Verantwortung notwendigerweise eine gemeinsame Dimension. Im Gegensatz zu dem Individualismus, der unsere heutige Welt durchdringt – wie er in unserer Besessenheit von sozialen Medien…