Schlagwort: Alfried Längle
-
Input: Sieben Ursachenfelder, warum Menschen vorschnell handeln
Alfried Längle im Vortrag „Tu nicht gleich, schau zuerst!“
-
Vortrag: Hysterisch sein – sich selbst verloren haben
Vor einiger Zeit habe ich auf einen fundierten Vortrag zur Depression von Alfried Längle verwiesen. In einer Fallbesprechung geht Längle auf die Störung der Hysterie ein. Das Hysterische operiert mit Distanz und Sich-Übergehen, in die Externalisierung gehen, mit dem dissoziativen Schwarz-Weiß-Aufspalten, die Mitte vermeidend. Es ist sehr funktional. Und so erleichtern sich hysterische Menschen ihre…
-
Input: Übersicht über Vermeidungsreaktionen – ein zentraler Zugang in der Beratung
Seit einigen Jahren setze ich Instrumente und Vorgehensweisen der Personalen Existenzanalyse in meiner Beratungstätigkeit ein. Im allgemeinverständlichen Werk „Sinnvoll leben“ wird dieser Ansatz in den Grundzügen beschrieben. Als Vertreter einer sorgfältigen Integration aus christlicher Welt (mehr zu meinen Quellen in diesem Blogbeitrag) bin ich dankbar für die Möglichkeit zur „Plünderung der Ägypter“. Auch der gefallene…
-
Input: Wie macht das der Mensch? Theorieentwicklung in der Beratung
Dies sind einige Überlegungen aufgrund der Lektüre von Silvia Längle „Wie macht das der Mensch? Die Orientierung am subjektiven Erleben im Werk von Alfried Längle“ (in: Existenzanalyse, 38/1/2021. S. 41-54). Ich führe stets einen inneren Dialog im Abgleich mit der christlichen Weltanschauung. Zum Archiv bis 2019 geht es hier. Zur Theorie-bildung in der Therapie/Beratung Die…
-
Input: Die ersten Prinzipien der Logotherapie Frankls
Es ist hilfreich die Grundannahmen (Denk-/Verstehensvoraussetzungen) einer therapeutischen Richtung zu erkennen. Claudia Reitinger fasst für die Frankl’sche Logotherapie zusammen (in The Wiley World Handbook of Existential Therapy, S. 325)a: Der Mensch besitzt drei verschiedene, nicht-reduzierbare ontologische Dimensionen: Die somatische, die psychische und die noetische Dimension, wobei die letztere die spezifisch menschliche Dimension ist. Aufgrund der…
-
Vortrag: Depression und fehlendes Werterleben
Alfried Längle gehört zu den weltweit erfahrensten Therapeuten mit den meisten Therapiestunden. Er beschreibt in seinem Vortrag zur Depression feinfühlig (ab Minute 28): Je depressiver ich bin, desto mehr verliert das Leben an Wert. Ich mag nicht mehr leben. Dadurch sprechen mich die Werte weniger an und erreichen mich nicht mehr. Der schwer Depressive erträgt…
-
Vortrag: Sei nicht so hysterisch!
Einer meiner Lehrer, Alfried Längle, beschreibt in seinem 2017 gehaltenen Vortrag „Sei nicht so hysterisch!“ auf die ihm eigene feinsinnige Art Menschen, die keinen Zugang zu sich selbst finden konnten (man höre beispielsweise ab Minute 34). Hysterische Personen können sich gewissermassen nur über das Gegenüber spüren. Die Aufmerksamkeit holen sie sich gewohnheitsmässig durch – für…
-
Hanniel hirnt (266): Sexualität und Transzendenz
Drei exzellente Tage zum Thema Sexualität aus existenzanalytischer Sicht (für einen Einblick siehe hier und hier) brachte bei einem Mit-Teilnehmer die Frage auf, wie ich als Theologe auf die präsentierten Konzepte reagiere. Hier geht es zu meiner Antwort (37 Minuten). Die religionsphilosophische Struktur: Vorbemerkungen: Säkularismus als Leitreligion; Konzepte (vorgegeben oder konstruiert); alte und neue Toleranz…
-
Jahresende (1): Fragen eines Existenzanalytikers
Mit Alfried Längle verbindet mich seit einigen Jahren eine Freundschaft. In einer aktuellen Weiterbildung stellte der Begründer der Existenzanalyse folgende Fragen an das vergangene Jahr: Bin ich glücklich, dass ich dieses Jahr hatte? Bin ich glücklich, dass ich ein Jahr älter geworden bin? Ist mein Leben erfüllter, reicher und schöner geworden? Führe ich ein gutes Leben? Habe ich es…
-
Aufsatz: Das unsichere Selbst
Ich sass im Flugzeug, hinter mir lag eine Ausbildungseinheit in Existenziellem Coaching beim Arzt und Psychologen DDr. Alfried Längle (* 1950), seinerzeit Assistent bei Viktor Frankl. Da juckte es mir in den Fingern. Entstanden ist dieser Aufsatz (erschienen in Glaube & Denken heute 2/2015): Ist das für mich stimmig? Bin ich zufrieden damit? Wie wirkt es…