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Cybermobbing als Kompensation von Sorgen und Nöten in der realen Welt

Cybermobbing gehört zum Alltag unserer Kinder und Jugendlichen. Das Medienmagazin pro berichtet:

Ein Großteil der Lehrer und Eltern sind der Ansicht, dass sich Gewalt unter Jugendlichen durch die Neuen Medien verändert hat. Durch die Anonymität des Internets seien junge Menschen weniger gehemmt.

Was beinhaltet Cybermobbing?

Das heißt, sie haben andere im Internet beschimpft und beleidigt, Lügen und Gerüchte verbreitet, peinliche Fotos oder Videos veröffentlicht, sich über andere lustig gemacht oder sie aus sozialen Gruppen ausgegrenzt.

Hier geht es zur Studie über Cybermobbing. Nachdenklich gemacht hat mich der Satz:

Soziale Netzwerke dienen Schülerinnen und Schülern immer häufiger der Kompensation von Sorgen und Nöten in der realen Welt.

Der Wiedereinstieg ins Berufsleben (10): Die Sehnsucht nach Offline-Zeiten

“Ohne Netz und Internet arbeitet man wieder konzentriert. Die Sehnsucht nach solchen Zonen wächst.” So lautet der Untertitel eines Zeit-Artikels.

Es ist schwierig geworden, ohne die Ablenkung vom Netz zu arbeiten.

»Einfach nicht ins Internet gehen, den Browser nicht öffnen, das kann ich nicht«, gesteht der 33-Jährige. »Wenn ich Netzzugang habe, recherchiere ich immer noch mal schnell etwas nach. Jede kleine Konzentrationsschwäche nutze ich, um mich im Netz abzulenken.«

Das Bedürfnis nach Ruhe beim Arbeiten bestand schon früher.

»Auch vor dem Internet gab es Phasen, in denen Menschen sich abgelenkt fühlten und ungestört arbeiten wollten«, ruft er in Erinnerung. Doch statt sich am Server sperren zu lassen, hing dann ein »Bitte nicht stören«-Schild an der Bürotür. Oder man richtete feste Sprechstunden ein, die der Kommunikation dienten, während andere Phasen dem konzentrierten Arbeiten gewidmet waren.

Wie für alles gibt es Computer-Tools, die unterstützen sollen.

»Virtuelle Sprechstunden« und »stoppende Türschilder« gibt es heute auch für Computer: Die Software MacFreedom schneidet beispielsweise den Rechner je nach individueller Eingabe bis zu acht Stunden vom Internet ab, nur bei einem Neustart des Computers ist die Leitung wieder frei. Das Programm Rescue Time protokolliert genau, wie viel Zeit im Internet, im E-Mail-Programm oder in anderen Anwendungen verbracht wurde und ob dieses Verhalten mit den selbst eingegebenen Zielen korreliert. Anti-Social lässt die Internetverbindung offen, sperrt aber alle ausgewählten Netzwerke wie Twitter oder Facebook. So helfen Computer-Tools, die individuelle Konzentration zu fördern.

Es gilt abzuwägen, wann der elektronische und wann der persönliche Kontakt vorzuziehen ist. Letzteres gilt vor allem bei Konflikten.

Wann immer Vertrauen und Zusammengehörigkeitsgefühl durch substanzielle Differenzen belastet werden, sollte man sich von Angesicht zu Angesicht treffen.

Aus der Bibliothek (7): Raubkatzen und die herrlich-unschuldige Natur

Löwen fallen eine Löwin mit Jungem an, so dass sich vor Verletzungen kaum mehr ablegen kann. Junge Löwen attackieren einen Alligatoren. Ein Löwenrudel versucht ein Nilpferd zu töten, was nicht gelingt. Ein Gnu kämpft mit zwei Löwen, bis diese das Tier erledigen. Büffel trampeln einen jungen Löwen im Kampf zu Tode. Über diese und anderen Szenen aus “Tagebuch der Raubkatzen” haben wir uns nach dem Film lange unterhalten. Da ist keine Rede von der herrlich-unschuldigen Natur. Es heisst viel mehr: Fressen und gefressen werden. Auch das Wildreservat in Kenia steht unter dem Fluch, der durch den Sündenfall über dieser Schöpfung steht.

In der Produktbeschreibung heisst es:

Das Familienleben der majestätischen Raubkatzen Afrikas ist ein ständiger Kampf um Leben und Tod … Vier Jahre lang beobachteten die erfahrenen Journalisten Jonathan Scott und Simon King das faszinierende Leben von Löwen, Leoparden und Jagdleoparden im Herzen Kenias. So entstand für den renommierten TV-Sender BBC eine der mitreißendsten und anrührendsten Naturserien aller Zeiten: Nie zuvor ist das Familienleben der anmutigen Raubtiere im berühmten Nationalpark Masai Mara so ausführlich und eindringlich dargestellt worden wie in dieser Langzeit-Dokumentation.

Eine Schule im Visier der Medien

Eine evangelische Privatschule geriet in die Schlagzeilen (Süddeutsche Zeitung, siehe diese und diese Meldung von idea). Ein Leserbrief aus der Süddeutschen Zeitung:

Meine beiden Kinder gehen seit nunmehr 5 Jahren auf die Lukas Schule. Ich kann nur betonen, daß diese Vorwürfe jedlicher Grundlagen entbehren. Mein Sohn kam als Quereinsteiger in die 3. Klasse. Nach massivem Mobbing in der Sprengelschule, wogegen keiner etwas unternommen hat. Mein Sohn war daraufhin 2,5 Jahre in Psychotherapeutischer Behandlung. An der Lukas Schule ist er wieder zu einem fröhlichen, selbstsicheren Teenager geworden. Dies ist vor allem dem Engagement der Lehrer die immer den engen Kontakt zum Elternhaus suchen, zu verdanken. Auch meine Tochter geht wirklich gerne in die Schule. Es ist wirklich schade, dass ein Rachefeldzug einer einzelnen Mutter gepaart mit einer Reporterin die sich nicht die Mühe machte ordentlich zu recherchieren anscheinend schwerer wiegt als über 900 zufriedene Schüler. Ich dachte die SdZ würde sich von anderen sensationsheischenden Revolverblättern abgrenzen. Anscheinend ein Irrtum. Ein reißerischer Artikel, und wenn er noch so falsch ist verkauft sich eben besser. Sehr schade. Ich kann nur immer wieder betonen meinen Kindern wurde weder mit dem Teufel gedroht noch wurden ihnen irgendwas eingetrichtert oder verboten. Meinen Kindern wirdin der Lukas Schule so wie wir es auch zuhause halten Selbstsicherheit gepaart mit Respekt vor allen anderen Menschen beigebracht. Weiter so !!

Aktive Informationsverarbeitung ist eine Schlüsselfertigkeit

Ein Freund hat mich gefragt, wie ich mit der Informationsflut über Internet und soziale Medien umgehe. Und ob beim Bloggen nicht viele Selbstdarstellung betreiben.

  1. Meine erste und wichtigste tägliche Leseeinheit ist und bleibt die Bibel. Ich überprüfe, wie viel Zeit ich mit Bloggen, FB u. ä. im Vergleich mit dem Lesen der Bibel verbringe.
  2. An zweiter Stelle achte ich darauf, dass ich eine solide fortlaufende Lektüre pflege. Es wäre schade, wenn ich ein Leben lang neusten Blogposts hinter her jage und dadurch die Lektüre von Klassikern vernachlässigen würde.
  3. Ich frage mich regelmässig, welche Themen ich beackert habe und suche darüber den Austausch mit meiner Frau und mit meinen Söhnen. Zudem versuche ich über jedes Thema, das mir wichtig geworden ist zu predigen oder einen Vortrag zu halten.
  4. Darüber hinaus nutze ich zwei-, dreimal wöchentlich jeweils 15 – 45 Minuten gezielt zum Suchen und Verarbeiten neuer Information. Die Vernetzung über FB „beschert“ mir wöchentlich zwei bis fünf gute Artikel, die ich aufmerksam ganz durchlese. Sporadisch besuche ich einen Blog und überfliege dann ca. 30 – 50 Posts, oder ich suche nach Stichworten/Schlagwörtern, um mir über ein Thema innerhalb des Blogs eine Übersicht zu verschaffen. Die Suche über Twitter nach Personen/Zitaten kann auch mal spannend sein, ist aber die Ausnahme.
  5. Ich glaube, dass das aktive Verarbeiten von Information eine Schlüsselfertigkeit ist. Ganz ehrlich: Das mundgerechte Zuschieben von einzelnen Happen ist nicht meine Sache. Ich lese, beobachte, notiere und verarbeite via Blog. Insofern ist auch ein Anteil Selbstdarstellung dabei. Ich habe mich gefragt, ob ich die Inhalte künftig zweiteilen soll: Verarbeitung und Weitergabe von bestehendem Material sowie eigene Schreibarbeit.

Sich in virtuellen Interessengemeinschaften abschotten

Tim Challies drückt aus, was ich selber als Gefahr erkenne: Internet, FB und Konsorten geben die Möglichkeit, sich in virtuellen Interessengemeinschaften abzuschotten:

The Internet has allowed us to expand our understanding of community so that we can have significant and ongoing interaction with people regardless of their location. Today my sense of belonging, my sense of identity, may be tied most closely to a community of people who share an interest but who relate only online. I may feel closer affinity with these people than with anyone in my own zip code or my own local church. Many of us have custom-built a community for ourselves based around a common interest.

Was sagt die Bibel über Blogger?

Hier geht es zu einem Ethikkodex fürs Bloggen aus der Sicht biblischer Weltanschauung:

With regularity I read reports that individuals or institution are doing something that a blog or publication disapproves because:

  1. “They desire to lead the church to the right” (or “to the left”).
  2. “They just want the approval of their friends.”
  3. “They fear the reaction of their supporters.”

VD: JT.

Mr. and Mrs. Jesus?

Die Entdeckung eines Papyrus-Fragments aus dem 4. Jahrhundert ging durch die weltweiten Medien (siehe die Meldung von Ron inkl. Links in den Kommentaren). Hier der lesenswerte Kommentar in der NY Times von James Martin, eines jesuitischen Priesters:

It is more likely that Jesus was celibate. Remember that Dr. King’s papyrus dates from the fourth century — roughly 350 years after Jesus’s life and death. The four familiar Gospels, on the other hand, were written much closer to the time of Jesus, only a few decades away from the events in question. They have a greater claim to accuracy — even if the new manuscript is, as has been surmised, a copy of an earlier, second-century text.

Hier geht es zum Kommentar des renommierten Gelehrten Andreas Köstenberger:

The discovery renews debate as to whether or not Jesus was married, popularized in the mega-bestseller The Da Vinci Code. It is also potentially relevant for the Roman Catholic celibacy requirement. Even if genuine, however, there is a long way from inferring from the reference to Jesus’ wife in this fragment to concluding that Jesus was in fact married. There is no reference to Jesus being married in the four canonical Gospels, our best first-century evidence concerning the life of Jesus. It will be difficult to connect this reference to actual historical knowledge of an alleged marriage of Jesus.

Negative Männerbilder in den Medien

Ich bleibe beim Thema: Männer werden in den Medien als Verlierer dargestellt, so ein Artikel aus The Washington Post:

Television and Hollywood movies are producing a tsunami of negative stereotypes depicting guys as losers. The typical male portrayed in the entertainment media is clueless, socially inept, irresponsible and immature.

Das Frauen kommen viel besser weg:

With girls and women, though, the stereotype is of a smart, witty, take-charge leader who is never at a loss for words, acts appropriately and can be counted on in a crisis.

VD: NP.

Damit aus Buben Männer werden (7): Etabliere eine Bücherkultur.

Der nächste Lösungsvorschlag klingt in unserem Zeitalter schon fast utopisch: Wir sollen unsere Söhne zu echtem Hirnfutter, sprich lebendigen Büchern, hinführen. Natürlich bin ich mir bewusst, dass die Konkurrenz zum Bildschirm hoch ist. Darum glaube ich, dass eine Bücher-Kultur nur über Jahre im Elternhaus etabliert werden kann. Einige Initiativen, die ich unternehme, sind: Bücher sind überall in der Wohnung verfügbar. Darunter sind solche, die sich die Kleinen immer wieder fischen, selber angucken und sich erzählen lassen wollen. Buch und Wort haben zudem einen hohen Stellenwert im ganzen Tagesablauf: Während den Mahlzeiten lese ich kurze Stücke (aus der Bibel) vor. Meine Frau beginnt den Tag oft im Kreis – mit Büchern. Abends lesen wir vor oder lassen die Älteren vorlesen. Und bei meinem Ältesten habe ich begonnen, jedes einzelne Buch zum Selberlesen sorgfältig auszuwählen. Ich habe eine Auswahl aus der eigenen Jugend behalten, die ich ihm Stück für Stück herausgebe. Wir haben über die Jahre eine Vorlesekultur etabliert, so dass er von selbst zu mir bekommt und von dem erzählt, was er gelesen hat. Es gibt so viele verschiedene Arten von Büchern: Biographien, Sachbücher, Märchen, Sagen, Fabeln, Romane, historische Romane, thematische Bildbände. Manche davon haben wir günstig in Brockenhäusern erstanden. Und für den jüngeren Leser gibt es kurze Lesehefte (ich schätze besonders die SJW-Heftchen). Wenn die Lese-Erlebnisse mit Zeichnungen und eigenen Aufsätzen verbunden werden, um besser. Eine gute Alternative sind zudem Hörbücher. Meine Jungs sitzen stundenlang davor und hören gebannt zu. Ich glaube, dass wir diese Bücherkultur mit Fernseher nicht aufrechterhalten könnten. Die Frau eines Freundes hat zudem begonnen, Sommer-Lese-Wettbewerbe mit Jungen durchzuführen. Warum nicht?

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