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Nachgefragt: Persönliches

In der aktuellen Ausgabe der Zeitschrift des Mitternachtsruf (Mai 2013) durfte ich unter der Rubrik “Nachgefragt” auf sechs Fragen antworten:

Wie sind Sie zum Glauben an Jesus Christus gekommen?

Durch das Zeugnis meiner Eltern, insbesondere meines Vaters. Ich kann mich gut daran erinnern, wie er jeden Morgen in der Stube betete und die Bibel las. Als ich etwa sechs Jahre alt war, fing er mit täglichem Unterricht in der Bibel an.

Was sind Ihre drei Lieblingsbücher, abgesehen von der Bibel?

Es fällt mir schwer, mich festzulegen. Sehr geprägt haben mich als Kind mehrere hundert Vorträge zu biblischen Büchern von W. J. Ouweneel, die ich ab Kassette anhörte. Als junger Erwachsener las ich fasziniert die zehn Bände “Der Zweite Weltkrieg” von Winston Churchill. Und wenn ich meine Lektüre der vergangenen Jahre betrachte, dann fallen mir “Unterricht in der christlichen Religion” von Johannes Calvin, die “Bekenntnisse” und “Der Gottesstaat” von Augustinus sowie die “Reformed Dogmatics” von Herman Bavinck ein.

Welches Buch der Bibel lesen Sie am liebsten? Und warum?

Ich kehre immer wieder zum Ersten Buch Mose zurück. Es ist das Buch der Anfänge. In der heutigen nach-christlichen Zeit ist es wichtig, das grosse Panorama von Gottes Heilsgeschichte nicht zu vergessen. Dazu gehört, wie alles angefangen hat.

Welche historische Person des Christentums schätzen Sie am meisten? Und warum?

Wenn unter „historischen Person“ auch ein Christ des 20. Jahrhunderts gemeint sein kann, dann nenne ich Francis Schaeffer (1912-1984). Als „Evangelist der Intellektuellen“ verstand er es, die biblische Botschaft mit dem modernen Leben in Verbindung zu bringen. Sein prophetisch anmutendes Reden gegen die Lieblosigkeit unter Christen einerseits und gegen den Liberalismus anderseits ist hochaktuell.

Was kommt Ihnen in den Sinn, wenn Sie das Versprechen Jesu hören: „Ja, ich komme bald“?

Ich sage meinen Söhnen ab und zu: „Stellt euch vor, Jesus kommt heute zurück. Was heisst das für den heutigen Tag?“ Für mich bedeutet es, jeden Tag so zu leben als wäre es der letzte.

Wenn Sie eine Sache in der Welt ändern könnten, was wäre das?

Da fällt mir als Erstes ein: Ich würde mit meiner ganzen Gemeinde in eine Weltgegend gehen, wo Christen stark verfolgt werden. Zurück in Europa, würden wir unsere Prioritäten ganz neu ordnen. Allerdings weiss ich: Solange ich in diesem Leben bin, bleibe ich begnadigter Sünder. Augustinus sagte: „Niemand ist einem anderen so gut bekannt wie sich selbst; und dennoch kennt sich niemand selbst so gut, dass er sich seines Verhaltens am folgenden Tage sicher wäre.“

Neuer Aufsatz: Null Bock zum Lernen

Auf die Publikation habe ich mich lange gefreut. Was ist der Zusammenhang zwischen Sünde und Lernen? Ein überaus unterbelichtetes Thema. Hier geht es zum Aufsatz Null Bock zum Lernen.

Jonas ist 15 Jahre alt, eher klein gewachsen und gut aussehend. Seine Eltern haben sich auseinander gelebt, sind aber noch zusammen. Die Hauptansprechperson ist die Mutter. Jonas ist ein sportlicher Typ, er mochte Bewegung, das zumindest bis er 12 Jahre alt war. Schulisch behauptete er sich im vorderen Mittelfeld. Er war nicht übermäßig interessiert an den Inhalten; es gelang ihm aber ohne große Anstrengung mitzuhalten. Dann trat Conrad in sein Leben. Er hängte das Fußballspiel an den Nagel, das Fahrrad blieb fortan im Keller. Mit dem Wechsel in die Oberstufe verschlechterten sich seine Noten. Mit dem Lehrer kam er nicht klar, und er wurde in einigen Fächern abgestuft. Seine Mutter machte sich große Sorgen um ihn. Sie suchte das Gespräch mit dem Lehrer, stieß aber auf wenig Verständnis. Sie versuchte ihrem Sohn Grenzen zu setzen, doch Jonas kümmerte das nicht. Nach der Abstufung wechselte Jonas auf eine Privatschule. Der neue Lehrer war sehr fürsorglich, er ging auf Jonas ein. Zunächst besserten sich die schulischen Leistungen. Jonas pflegte aber nach wie vor Kontakt zu Conrad, und zudem war er neuerdings mit einer kleinen Clique seiner Klasse oft unterwegs. Lernen bedeutete ihm nichts, mit Mühe und Not schaffte er es auf einen genügenden Notendurchschnitt. Die Mutter schwankte zwischen Resignation, Verzweiflung und Wut. Es kam immer wieder zu lauten Auseinandersetzungen mit Jonas.

10 Top-Beiträge aus 2012

Welche Beiträge wurden im ablaufenden Jahr am meisten (einzeln) abgerufen?

  1. Herman Bavinck: Zusammenstellung von Primär- und Sekundärquellen
  2. Damit aus Buben Männer werden: 10-teilige Serie über die Schwierigkeiten von Jungs erwachsen zu werden.
  3. Eine pralle Ladung: Mitschrift der Vorträge von D. A. Carson und John Piper an der E21-Konferenz in Hamburg.
  4. Sex vor der Ehe: Gibt es keine eindeutigen Bibelstellen?
  5. Der menschliche Eigenwille
  6. Rechtes Denken und rechtes Handeln gehören zusammen
  7. Über die toxischen Auswirkungen des fehlenden Gottesdienstbesuchs
  8. Gefährung der Gemeinde durch falsche Lehrer
  9. Calvin als Prediger
  10. Ich such’ mir eine neue Kirche (8): Fragen stellen alleine genügt nicht.

Grosse Menschen, kleiner Gott

Es ist etwas, das sich unter unserer Oberfläche abspielt, unser Denken und Handeln beeinflusst, ja, unseren Alltag prägen und bestimmen kann: Menschenfurcht. Edwards T. Welchs Buch “Befreit leben” und der biblische Bericht von Nikodemus inspirierten mich für die folgende Abhandlung. Es geht um drei Fragen:

  1. Was ist die Basis unseres Vertrauen?
  2. Weshalb misstrauen wir?
  3. Welche Motive können dahinter stehen?

Die überarbeitete Predigt ist in Bibel und Gemeinde 4/12 erschienen.

Artikel: Ein richtiger Mann – Boas aus dem Buch Ruth

Ich habe in den letzten Wochen eine Serie zum Thema “Warum aus Buben keine Männer werden” geschrieben. Doch wo sind die positiven Rollenvorbilder? Im Buch Ruth habe ich in Boas eines gefunden.

Das Portrait Ein richtiger Mann – Boas im Buch Ruth ist in Bibel & Gemeinde 3/12 erschienen.

Artikel: Ich habe es satt, meinem Kind ständig hinterherzurennen

Tägliche beobachte ich es: Eltern, die ihren Kindern hinterherlaufen. Und ich beobachte es an mir selbst: Ich spüre den Impuls, meinem Kind nachzugehen. Die Rollen werden so ungünstig getauscht: Geführte werden zu Führern.

Hier geht es zum kurzen Aufsatz Ich habe es satt, meinem Kind ständig hinterherzurennen, der in ethos 8/2012 erschienen ist.

Vom Diktat der Gefühle

factum 4/12 hat meinen Aufsatz Vom Diktat der Gefühle publiziert.

Was uns Plakatwände, Werbeunterbrechungen, Prospekte, Umfragen schon lange einreden, hat sich in unserem ganzen Leben und auch in unserer Gottesbeziehung festgesetzt: Wir vergleichen unsere Gefühle laufend mit unseren Erwartungen. Unsere Gefühle geben den Ausschlag – nicht nur dafür, ob wir das Hotel wieder buchen, sondern auch, ob die Ehe erträglich und ob der Gottesdienst genügend anregend ist. Nicht nur Waren und Dienstleistungen sind emotional aufgeladen. Unser ganzes Leben scheint dem Diktat unserer Gefühle folgen zu müssen.

“Der fünfte Bub” zum Download auf Amazon

Das zweite E-Booklet mit einer Serie von Lernerlebnissen ist unter dem Titel “Der fünfte Bub” online gestellt. Zum ersten Booklet “Kinder-Reich” geht es hier.

Sie sind nicht perfekt formuliert. Entstanden sind die Tagebucheinträge im dichten Alltag, oft in einer Rohversion aufs Tonmemo des Handys gesprochen. Ich habe die Posts nach Kategorien

  • Die Wochen vor der Geburt
  • Die ersten Tage nach der Geburt
  • Fragen, die uns als Familie oft gestellt werden (Reaktionen der Brüder, Reaktionen des Umfelds, am Tisch, Engpässe, Home Education)

gegliedert.

Lernen mit und ohne Gott: Was ist anders, was bleibt gleich?

Bibel und Gemeinde hat in seiner Ausgabe 1/2012 die Zusammenfassung meines ersten PhD-Proposals (Research Paper) abgedruckt.

Als Erwachsenenbilder und Vater von fünf Söhnen, von denen wir offiziell zwei selbst unterrichten, bin ich täglich mit dem Thema „Lernen“ konfrontiert. Während meine Söhne täglich mit Gottes Wort in Berührung kommen, sind über 95 % meiner Seminarteilnehmer nicht gläubig. Also ist es für mein Wirken essentiell zu wissen, wie ich mit nichtgläubigen und gläubigen Menschen in ihrem Lernprozess umgehe. Was gilt für beide? Wo sind die Unterschiede?

Hier geht es zum Download der Zeitschrift (eigener Beitrag S. 49-58).

Zur Hölle mit der Hölle?

Nicht eben ein angenehmes Thema, zugegeben. Ich habe mich dieses Jahr intensiver damit beschäftigt. Neben der Kurzfassung, die in Factum 7/2011 erschienen ist, hat Bibel und Gemeinde 4/2011 eine längere Fassung Zur Hölle mit der Hölle? abgedruckt.

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